Seite ausdrucken  
   
  www.juedischesmuseum.de » Antisemitismus

 
   
 

Judenfeindschaft hatte den Emanzipationsprozess der Juden in Frankfurt – wie in den übrigen deutschen Staaten – ständig begleitet und zu einem mühsamen und konfliktreichen Weg werden lassen.

Die Einführung der rechtlichen Gleichstellung hatte die Judenfeindschaft nicht beenden können. Sie wurde Bestandteil der Gesellschaft und enthielt religiöse, völkische, antikapitalistische und antidemokratische Elemente.


Die letzte Phase der rechtlichen Gleichstellung der Juden zwischen 1869 und 1918 war überschattet von einem zunehmenden Antisemitismus, der auf den Ausschluss von Juden aus der deutschen Gesellschaft zielte. Seine Gefährlichkeit wuchs, als der Rassenantisemitismus alle Juden, ob getauft oder nicht, als Teil einer minderwertigen, aber gefährlichen „semitischen Rasse” bekämpfte.

Im Kampf der Rassen gegeneinander wird die „germanische Rasse”, verkörpert im deutschen Volk, aufgerufen, sich von der Fremdherrschaft zu befreien. Gewaltsames Vorgehen gegen die „fremde Rasse” wird nicht ausgeschlossen.

Die erste antisemitische Massenbewegung hat sich in Frankfurt kaum bemerkbar gemacht. Dennoch wird hier die Kontinuität und das Anwachsen der antisemitischen Bewegung gezeigt, weil sich nur so die schnelle und radikale Ausgrenzung der Juden nach 1933 erklärt.

In der Zeit der Weimarer Republik wurde offen die „jüdische Weltverschwörung” gegen Deutschland plakatiert und zur Bekämpfung der "Judenherrschaft” aufgerufen.

Die Reliefbilder zeigen, wie Juden Bauern und Handwerker „aussaugen”. Unten wird die Ausweisung der Juden aus Deutschland dargestellt, nachdem der deutsche Michel aufgewacht ist.

Am Griff sind Brustbilder der bekannten Antisemiten Hofprediger Adolf Stoecker und D. A. König angebracht.

Das Frankfurter Hotel Kölner Hof, das Juden nicht zuließ und sich als „judenfreies Haus” rühmte, schenkte Bier in Krügen mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Juden” aus.

Flugblätter, Postkarten, Plakate, Kalender, Anstecknadeln, Karikaturen und natürlich Bücher waren die Mittel, mit denen antisemitische Gesinnung verbreitet und nach außen und innen deutlich gemacht wurde.




 

Kontaktdaten

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de

Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 70 790
Fax: +49 (0)69 212 30 705

Museumsleitung

Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte 
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik
Telefon: +49 (0)69 212 38804

Michael Lenarz
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546

Daniela Unger
Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Weitere Ansprechpartner



 
Jüdisches Museum • Untermainkai 14/15 • 60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (69) 212 35000 • Fax: +49 (69) 212 30705 • Email: info(at)juedischesmuseum.de