Jüdisches Museum Frankfurt am Main

Antisemitismus

Logo und Link Museum Judengasse
Logo und Link Fritz Bauer Institut
D | E
AA
Dauerausstellungen Jüdisches Museum
Juden in Frankfurt 1800 – 1950
Antisemitismus

Judenfeindschaft hatte den Emanzipationsprozess der Juden in Frankfurt – wie in den übrigen deutschen Staaten – ständig begleitet und zu einem mühsamen und konfliktreichen Weg werden lassen.

Die Einführung der rechtlichen Gleichstellung hatte die Judenfeindschaft nicht beenden können. Sie wurde Bestandteil der Gesellschaft und enthielt religiöse, völkische, antikapitalistische und antidemokratische Elemente.


Die letzte Phase der rechtlichen Gleichstellung der Juden zwischen 1869 und 1918 war überschattet von einem zunehmenden Antisemitismus, der auf den Ausschluss von Juden aus der deutschen Gesellschaft zielte. Seine Gefährlichkeit wuchs, als der Rassenantisemitismus alle Juden, ob getauft oder nicht, als Teil einer minderwertigen, aber gefährlichen „semitischen Rasse” bekämpfte.

Im Kampf der Rassen gegeneinander wird die „germanische Rasse”, verkörpert im deutschen Volk, aufgerufen, sich von der Fremdherrschaft zu befreien. Gewaltsames Vorgehen gegen die „fremde Rasse” wird nicht ausgeschlossen.

Die erste antisemitische Massenbewegung hat sich in Frankfurt kaum bemerkbar gemacht. Dennoch wird hier die Kontinuität und das Anwachsen der antisemitischen Bewegung gezeigt, weil sich nur so die schnelle und radikale Ausgrenzung der Juden nach 1933 erklärt.

In der Zeit der Weimarer Republik wurde offen die „jüdische Weltverschwörung” gegen Deutschland plakatiert und zur Bekämpfung der "Judenherrschaft” aufgerufen.

Die Reliefbilder zeigen, wie Juden Bauern und Handwerker „aussaugen”. Unten wird die Ausweisung der Juden aus Deutschland dargestellt, nachdem der deutsche Michel aufgewacht ist.

Am Griff sind Brustbilder der bekannten Antisemiten Hofprediger Adolf Stoecker und D. A. König angebracht.

Das Frankfurter Hotel Kölner Hof, das Juden nicht zuließ und sich als „judenfreies Haus” rühmte, schenkte Bier in Krügen mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Juden” aus.

Flugblätter, Postkarten, Plakate, Kalender, Anstecknadeln, Karikaturen und natürlich Bücher waren die Mittel, mit denen antisemitische Gesinnung verbreitet und nach außen und innen deutlich gemacht wurde.


Veranstaltungskalender
Juli 2010 zurück weiter
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03
04
05 06
07
08 09 10
11
12 13
14
15 16 17
18
19 20*
21
22 23 24
25
26 27 28 29 30
31
 
* Jüdische Feiertage
 

Kontaktdaten

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de

Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 297 74 19
Fax: +49 (0)69 212 30 705

Museumsleitung

Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte 
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Dr. Johannes Wachten
Stellvertretender Direktor, Leiter der
Abteilung Dokumentation, Judaistik
Telefon: +49 (0)69 212 38806

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik / Führungen
Telefon: +49 (0)69 212 38804


Impressum
© ® 1999-2010 Jüdisches Museum
Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 14. Januar 2010





Seite empfehlen