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  www.juedischesmuseum.de » Assimilation und Identität

 
   
 

1925 lebten in Frankfurt 30 000 Juden, 6,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ihre politische Orientierung, ihr kulturelles Interesse, die ausgeübten Tätigkeiten, die religiösen Beziehungen waren so unterschiedlich und individualisiert, dass es nicht möglich ist, verallgemeinernd von Juden in der Zeit der Weimarer Republik zu sprechen.

Diese Vielfalt wird in einer Zusammenstellung von Fotos bedeutender wie unbekannter Personen zum Ausdruck gebracht.

Darunter sind: Die Sozialarbeiterin und Frauenrechtlerin Bertha Pappenheim, eine orthodoxe Frau; der deutsch-national gesonnene Arthur von Weinberg; der Maler Jakob Nussbaum; eine Mädchenklasse der orthodoxen Samson-Raphael-Hirsch-Schule; Alwin Kronacher, der das Frankfurter Kulturleben wesentlich prägte, und die Fechterin Helene Meyer, die 1936 für Deutschland an den Olympischen Spielen teilgenommen und eine Goldmedaille errungen hat.


Weimarer Republik, Vielfalt der politischen, kulturellen und religiösen Beiträge

Weimarer Republik, Vielfalt der politischen, kulturellen und religiösen Beiträge


Alfred Flechtheim (18781937) war Kunsthändler in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Er emigrierte 1933 zunächst nach Paris, dann nach London, wo er 1937 starb.

Den Künstler Rudolf Belling (18861972) zählten die Nazis zu den „Entarteten”. Er emigrierte 1937 nach Istanbul.


Nechemia Anton Nobel (1871 Nagymed / Ungarn – 1922 Frankfurt)

Nechemia Anton Nobel (1871 Nagymed / Ungarn – 1922 Frankfurt)


Martin Buber, Sozialist und Religionsphilosoph, war seit 1922 Dozent am Freien Jüdischen Lehrhaus Frankfurt. Er war außerdem Honorarprofessor an der Universität Frankfurt. Von 1916 bis 1938 wohnte er in Heppenheim an der Bergstraße; 1938 wanderte er nach Palästina aus.




 

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