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1925 lebten in Frankfurt 30 000 Juden, 6,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ihre politische Orientierung, ihr kulturelles Interesse, die ausgeübten Tätigkeiten, die religiösen Beziehungen waren so unterschiedlich und individualisiert, dass es nicht möglich ist, verallgemeinernd von Juden in der Zeit der Weimarer Republik zu sprechen.
Weimarer Republik, Vielfalt der Individualitäten Diese Vielfalt wird in einer Zusammenstellung von Fotos bedeutender wie unbekannter Personen zum Ausdruck gebracht. Auf die Erlebnisse des Ersten Weltkriegs und der Revolution 1918, auf den schwierigen Aufbau eines demokratischen deutschen Staates mit mannigfaltigen Beteiligungsmöglichkeiten sowie auf den aggressiver werdenden Antisemitismus reagierten Juden als Juden in unerwartet breiter Vielfalt.
Weimarer Republik, Vielfalt der politischen, kulturellen und religiösen Beiträge
Porträtplastik Alfred Flechtheim von Rudolf Belling, Bronze, 1927 Alfred Flechtheim (1878–1937) war Kunsthändler in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Er emigrierte 1933 zunächst nach Paris, dann nach London, wo er 1937 starb. Von großer Ausstrahlungskraft, insbesondere auf die Jugend, erwies sich der Kulturzionismus von Martin Buber, Franz Rosenzweig (1886–1929) und Nechemia A. Nobel, die eine Revitalisierung jüdischen Geistes auf der Grundlage alter Quellen und Traditionen in einer modernen Gesellschaft suchten.
Nechemia Anton Nobel (1871 Nagymed / Ungarn – 1922 Frankfurt)
Martin Buber (1878 Wien – 1965 Jerusalem) Martin Buber, Sozialist und Religionsphilosoph, war seit 1922 Dozent am Freien Jüdischen Lehrhaus Frankfurt. Er war außerdem Honorarprofessor an der Universität Frankfurt. Von 1916 bis 1938 wohnte er in Heppenheim an der Bergstraße; 1938 wanderte er nach Palästina aus. |
KontaktdatenJüdisches Museum Museum Judengasse MuseumsleitungProf. Dr. Raphael Gross Fritz Backhaus Michael Lenarz Daniela Unger |
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