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Zukünftige Vorträge und Veranstaltungen des Jüdischen Museums und des Museums Judengasse
Deutsche, polnische und jüdische Fußballspieler im Räderwerk der Politik / Vortrag
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Sonntag, 03. Juni 2012, 16:30 Uhr
Vortrag von Thomas Urban Aus Anlass der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft blättert Thomas Urban, langjähriger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Kiew und Warschau, zwei bislang unbekannte Kapitel auf: die Schicksale der jüdischen Spieler in der polnischen Nationalelf, die im Zweiten Weltkrieg Opfer der deutschen Besatzer wurden, und die komplizierten Lebensläufe der Fußballer aus Oberschlesien, die – nicht immer freiwillig – die Seiten wechselten.
Die Bild-Zeitung als Instrument der ›deutsch-jüdischen Aussöhnung‹: Axel Springers Anweisungen und die redaktionelle Praxis / Vortrag
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Dienstag, 05. Juni 2012, 18:15 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Karl Christian Führer Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Beitrag der Bild-Zeitung zu den juden- und israelfreundlichen Projekten des Verlegers Axel Springer und zeigt, dass diese Boulevardzeitung trotz ihres schlechten Rufs gerade in den 1960er Jahren Themen aus der deutsch-jüdischen Vergangenheit auf eine Art und Weise präsentiert hat, die den Klischees vom „Revolverblatt“ widerspricht.
Inside the Dual State: The Secret Life, Writings and Lawyering of Ernst Fraenkel in Nazi Germany / Vortrag
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Montag, 11. Juni 2012, 16:15 Uhr
Vortrag in englischer Sprache mit Douglas Morris In 1941 the German Jewish lawyer Ernst Fraenkel published his classic account of Nazism “The Dual State: A Contribution to the Theory of Dictatorship”. While other politically engaged socialist lawyers fled Nazi Germany in 1933, Fraenkel got out only in September 1938. Fraenkel’s activities from 1933 through 1938 raise questions about the possibilities of scholarly inquiry under Nazi rule and more. While many Jewish lawyers lost their law licenses or struggled to maintain their legal practices, Fraenkel continued to represent clients in political trials. How could he accomplish what he did and still survive? How did his circumstances frame the nature of his thought? The talk will explore Fraenkel’s rare brew of practical activism and theoretical analysis, which tested the boundaries of anti-Nazi defiance.
Verdammt starke Liebe / Lesung
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Dienstag, 12. Juni 2012, 19:30 Uhr
Autorenlesung mit Lutz van Dijk Der 16jährige Stefan verliebt sich während des Krieges in den wenig älteren Willi.
Herb Geller Quartet / Jazz im Museum
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Sonntag, 17. Juni 2012, 11:00 Uhr
Eintritt 15 Euro
Der 1928 in Los Angeles geborene Herb Geller gehört zu den bedeutendsten Altsaxophonisten des Jazz. Derselben Generation zugehörig wie Charlie Parker, Lee Konitz oder Bud Shank ist er einer der Architekten des West Coast Jazz und bis heute einer seiner wichtigsten Vertreter. Die Liste seiner Aufnahmen ist unerschöpflich: Bill Evans, Benny Goodman, Max Roach, Chet Baker, Ella Fitzgerald und unzählige andere schätzten und schätzen ihn als Kollegen. Für sein derzeitiges Quartett wählte er den britischen Pianisten Paul Kirby, den in München lebenden US-Schlagzeuger Rick Hollander und den in Asien lebenden und international renommierten Bassisten Martin Zenker.
„Ich war Hans Esser“. Ulrike Holler im Gespräch mit Günter Wallraff
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Mittwoch, 20. Juni 2012, 19:00 Uhr
Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e. V. Ein Gespräch über das Leben des Enthüllungsjournalisten, seine Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung, seine Sicht auf Axel Springer und die Juden, seine Arbeit heute.
„Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande.“ Erzählung und Gesetz bei Kafka und seinen Interpreten / Vortrag
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Montag, 25. Juni 2012, 18:15 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Vivian Liska Die Frage des Gesetzes durchzieht Kafkas gesamtes Werk, doch die Bedeutung des Begriffs bleibt dunkel. Die Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit zu bestimmen, ob das Gesetz bei Kafka im juridischen, religiösen, literarischen oder ontologischen Sinn verstanden werden soll, eröffnet tiefgreifende Einsichten in die Beziehung zwischen diesen Bereichen. Diese Unbestimmbarkeit hat sich in zahlreichen und häufig widersprüchlichen Interpretationen niedergeschlagen. Bedeutende Denker der Moderne – von Gershom Scholem, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Hannah Arendt bis Jacques Derrida und Giorgio Agamben – beziehen sich auf Kafkas Schreiben über das Gesetz in ihren Überlegungen zu Fragen der Gerechtigkeit. Beachtenswert ist dabei vor allem das Verhältnis von Gesetz und Narration, das mit jüdischen Auffassungen der Interaktion von Halacha und Aggadah korreliert werden kann.
„Ich, Axel Cäsar Springer“ (Teil 4: Der gemachte Mann) 1970
Zur Entstehungsgeschichte des DEFA Films ![]() ![]()
Freitag, 29. Juni 2012, 19:00 Uhr
Filmpräsentation mit einer Einführung von Dr. Jochen Staadt Der fünfteilige Spielfilm „Ich, Axel Caesar Springer“ (1968–1970, 602 Min.) war mit seinen Produktionskosten von über 7 Millionen DDR-Mark eine der aufwendigsten Produktionen des DDR-Fernsehens. Die Drehbücher stammten von SED-Propagandisten und Stasi-Experten, die Schauspieler gehörten zur ersten Garde des DDR-Fernsehens. In dem Fünfteiler wurde der Springer Verlag als eine von ehemaligen Nazis gesteuerte und aus Mitteln des SS-Schatzes finanzierte Manipulationsmaschine dargestellt. Der 4. Teil des Propagandafilms führt Springers Engagement für Israel auf ein Komplott zwischen ehemaligen SS-Leuten und der Hagana zurück.
Kontexte transzendieren. Ernst Tugendhats Universalismus / Vortrag
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Montag, 16. Juli 2012, 18:15 Uhr
Vortrag von Martin Bauer Ernst Tugendhat vertritt eine „Moral der universellen Achtung“. Sie kommt in dem Imperativ „Instrumentalisiere niemanden!“ zum Ausdruck. Der Philosoph beansprucht, damit die für unser moralisches Bewusstsein maßgebliche Konzeption des Guten identifiziert zu haben. Zu den Voraussetzungen dieses Moralbewusstseins gehört eine Vorstellung davon, was es heißt, ein gutes Mitglied einer moralischen Gemeinschaft zu sein. Dass wir überhaupt Mitglied einer solchen Gemeinschaft sein, d. h. moralisch urteilen wollen, lässt sich aber nicht begründen, sondern nur motivieren. Letztlich fundiert ein Akt der Selbstbestimmung diese Mitgliedschaft. Er zeigt, dass Menschen eigene Perspektiven im Lichte von Gründen dezentrieren können. Deshalb leben sie als vernünftige Tiere nicht bloß in Situationen und Kontexten, sondern in einer Welt. Sie ist der Schauplatz ihres moralischen Handelns.
Solidarität und Hilfe für jüdische Verfolgte in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet / Vortrag
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Mittwoch, 22. August 2012, 19:00 Uhr
Vortrag von Monica Kingreen, Frankfurt am Main Ein Überblick über die Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet zeigt, dass hier vergleichsweise wenige bedrohte Menschen gerettet wurden. Monica Kingreen geht der Frage nach, warum das so war. |
KontaktdatenJüdisches Museum Museum Judengasse MuseumsleitungProf. Dr. Raphael Gross Fritz Backhaus Michael Lenarz Daniela Unger |
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