Das Museum als Informationszentrum über die Geschichte der Juden – diesen Auftrag zu erfüllen hilft die Bibliothek des Hauses. Mehr als 25 000 Bücher, Broschüren und AV-Medieneinheiten sowie 210 Zeitschriften stehen zur Verfügung.
Der Bestand umfaßt Literatur zum Judentum, zur Geschichte der Juden in Deutschland und Mitteleuropa sowie Filme zu den Themen der einzelnen Ausstellungsbereiche des Museums.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten präsentiert die Bibliothek auch illustrierte Judaica-Literatur – der visuelle Zugang zum Thema wird dadurch möglich. Ausstellungs- und Kunstkataloge sowie Literatur mit regionalem Bezug ergänzen den Bestand. Basierend auf den Bücher-Nachlässen von Dr. Rudolf Heilbrunn, Prof. Dr. Bernhard Brilling und Rabbiner Kurt Wilhelm konnte der Bestand kontinuierlich erweitert werden.
Alle Bibliothekseinheiten sind systematisiert und über drei Kataloge erschlossen: Alphabetisch, systematisch und über einen Schlagwortkatalog kann recherchiert werden. Seit 1999 können alle Neuerscheinungen parallel dazu auch über Online-Recherche abgerufen werden. Nach und nach werden auch die Altbestände in diesen Katalog eingearbeitet.
Als Präsenzbibliothek steht sie an den Wochentagen Mitarbeitern wie Museumsbesuchern gleichermaßen zur Verfügung. Im Laufe der vergangenen Jahre haben etwa 18 000 Besucher die Bibliothek persönlich genutzt – vorrangig mit wissenschaftlichen Zielen. Auch zahlreiche Anfragen aus Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA wurden bearbeitet: Über 8 000 mündliche wie schriftliche Auskünfte gingen an Wissenschaftler, Behörden, Rechtsanwälte und Familienforscher aus aller Welt.