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  www.juedischesmuseum.de » Die Frankfurter Judengasse – Geschichte und Architektur

 
   
 

Die Frankfurter Judengasse ist im heutigen Straßenbild kaum wiederzufinden. Vor allem durch die Anlage der Kurt-Schumacher-Straße und der Berliner Straße nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich der östliche Teil der Frankfurter Innenstadt grundlegend.

Heute weisen nur ein kleiner Rest der staufischen Stadtmauer, die seit dem 15. Jahrhundert gleichzeitig die westliche Begrenzungsmauer des Ghettos darstellte, eine Gedenktafel für die 1938 zerstörte Hauptsynagoge und die archäologischen Reste im Museum auf die alte Judengasse hin.


Die Judengasse im Stadtplan Matthäus Merians von 1628

Die Judengasse im Stadtplan Matthäus Merians von 1628


Nach Norden, Westen und Süden sind auf dem Merian-Plan die Tore erkennbar, die über Nacht und an den christlichen Feiertagen geschlossen wurden.

Das Foto, um 1860 entstanden, gehört zu den ersten fotografischen Zeugnissen der Judengasse. Ungewöhnlich ist, dass in der doch dicht bevölkerten Gasse kaum Personen zu sehen sind.

Sie war insgesamt knapp 300 m lang und drei bis sechs Meter breit. Auf beiden Seiten wurde sie durch eine geschlossene Reihe von zweistöckigen Fachwerkhäusern gesäumt, deren Dächer meist noch in zwei oder drei Stockwerken ausgebaut waren.

Bei einem Teil der Häuser waren in dem Raum zwischen Vorderhäusern und Ghettomauern noch große Hinterhäuser errichtet worden.




 

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