Jüdisches Museum Frankfurt am Main

Kunstsammlung des Jüdischen Museums

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Kunstsammlung des Jüdischen Museums

Die Kunstsammlung wurde seit Gründung des Museums von Grund auf neu aufgebaut, denn im Gegensatz zur Judaica-Sammlung gab es hier keinen Grundstock, dessen Grundzüge erweitert werden konnten. Das Museum hat sich verschiedene Schwerpunkte gesetzt.

So befinden sich in der Sammlung einige herausragende Werke der Malerei des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel von Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882). Er erhielt als erster jüdischer Künstler eine akademische Ausbildung und verbrachte seine Lehr- und Wanderjahre in München, Paris und schließlich in Rom. Dort gehörte er dem Kreis der Nazarener um Friedrich Overbeck an.

Die Anfänge seiner Malerei waren durch religiöse Themen geprägt. Nach seiner Rückkehr nach Frankfurt (1825) wandte er sich der Porträtmalerei zu.

Dabei entstanden zahlreiche Porträts jüdischer Persönlichkeiten, namentlich der Familie Rothschild. Er wurde zum Maler des emanzipierten jüdischen Bürgertums.


In der Dauerausstellung sind unter anderem die beiden 2004 gekauften Porträts des Ehepaares Hanna Baer (1773–1843) und Joseph Baer (1767–1851) zu sehen. Joseph Baer war Gründer der bedeutenden Frankfurter Buchhandels- und Antiquariatsfirma Joseph Baer & Co.


Eduard Bendemann: Die trauernden Juden an den Wassern von Babylon (nach 1832), Öl auf Leinwand, 71 x 103 cm.

Eduard Bendemann: Die trauernden Juden an den Wassern von Babylon (nach 1832), Öl auf Leinwand, 71 x 103 cm.


Einen weiteren Schwerpunkt der Gemäldesammlung bildet die Kunst vor 1933. So ist der bekannte expressionistische Künstler Jakob Steinhardt (1887–1968) mit dem Werk „Kain fliehend” (1912) / „Schnapsschänke” (1920), einer beidseitig bemalten Leinwand, in der Dauerausstellung zu sehen.


Aber gerade die schon in Vergessenheit geratenen Künstler, die verfemt und vertrieben wurden, sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, so der Maler des Expressionismus der zweiten Generation Hanns Ludwig Katz (1892–1940) und der ebenfalls Frankfurter Künstler Samson Fritz Schames (1898–1967), der 1938 nach der Pogromnacht gezwungen war, Deutschland zu verlassen, und der nur wenige Bilder in die Emigration mitnehmen konnte.

Durch einige Ankäufe des Museums und großzügige Schenkungen der Witwe des Künstlers, Edith Schames, können Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen im Wechsel in der Dauerausstellung gezeigt werden. 


Jakob Nussbaum: Tiberias, Moschee, Originalradierung, 24x31,3 cm.

Jakob Nussbaum: Tiberias, Moschee, Originalradierung, 24x31,3 cm.


Ein weiteres Konvolut mit 40 Radierungen verschiedener Zyklen der Künstlerin Lea Grundig (1906–1977) kam 2007 durch die Schenkung der Akademie der Künste Berlin in das Museum. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf den Entstehungsjahren 1934 bis 1936 und somit auf der Verarbeitung des aufkommenden Nationalsozialismus aus der Sicht einer jüdischen Künstlerin und überzeugten Kommunistin.

Sowohl die Gemäldesammlung als auch die grafische Sammlung werden sukzessive ausgebaut, wobei die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert als weiterer Sammlungsschwerpunkt entwickelt werden soll.


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Abteilung Kunstsammlung

Dr. Eva Atlan
Telefon: +49 (0)69 212 33329
atlan(at)juedischesmuseum.de

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de

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Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte 
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik / Führungen
Telefon: +49 (0)69 212 38804

Michael Lenarz
Stellvertretender Direktor,
Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546

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Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805


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Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 13. August 2013





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