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Das Jüdische Museum Frankfurt wird in den nächsten Jahren inhaltlich und baulich erweitert und erneuert. Dies ist mit einer vollständigen Neugestaltung der Dauerausstellung in den beiden Häusern des Museums verbunden: Ab 2018 wird im Rothschildpalais die Zeit nach 1800 und ab 20. März 2016 im Museum Judengasse die Zeit davor präsentiert werden.

 
 

Aktuelle Meldungen

Gruppenführungen Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle
Über das Jüdische Museum können Gruppenführungen für die neu eröffnete Erinnerungsstätte reserviert werden. Einzelheiten finden Sie hier.

Das Jüdische Museum ist bis 2018 wegen Baumaßnahmen geschlossen.
Das Museum Judengasse ist noch bis 20. März 2016 wegen Neugestaltung geschlossen.

Die Ausstellung Fritz Bauer. Der Staatsanwalt wird mit dem German Design Award 2016 ausgezeichnet [ mehr ]

Highlights

Museum Judengasse / Wiedereröffnung
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Sonntag, 20. März 2016, 11:00 Uhr

Casino der Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Str. 10 / Museum Judengasse, Battonnstr. 47

Nach zweijähriger Schließung eröffnen wir am Sonntag, den 20. März 2016, das Museum Judengasse wieder. Damit ist der erste Schritt zur Erweiterung des Jüdischen Museums, zu dem auch die Sanierung des Rothschild-Palais und der Anbau gehören, erfolgreich abgeschlossen. Gezeigt wird der erste Teil der neuen Dauerausstellung des Jüdischen Museums, der sich mit der Geschichte und Kultur der Juden in Frankfurt vom Mittelalter bis zur Emanzipation befasst. In Frankfurt entwickelte sich in dieser Zeit eines der bedeutendsten Zentren des europäischen Judentums. Der zweite Teil folgt 2018 im renovierten und erweiterten Rothschild-Palais.
Das neu gestaltete Museum Judengasse präsentiert sich erstmals als Teil eines historischen Ensembles. Neben den authentischen Zeugnissen der Judengasse schließt es den ins Mittelalter zurückgehenden jüdischen Friedhof und die 1996 eröffnete Gedenkstätte für die deportierten und ermordeten Frankfurter Juden mit ein.
Die Frankfurter Judengasse war im deutschsprachigen Raum der Neuzeit ein einzigartiges Phänomen: In dieser 300 Meter langen Gasse lebten in ihrer Hochzeit bis zu 4.000 Jüdinnen und Juden, damals mehr als zehn Prozent der Frankfurter Stadtbevölkerung. Die neue Dauerausstellung im Museum Judengasse bietet interessante Einblicke in das Alltagsleben der Judengasse: Berufe, Männer- und Frauenrollen, Freizeit und Konflikte werden mit Hilfe von eindrucksvollen Objekten, Installationen und anschaulichen Modellen thematisiert. Man erfährt, wie Bildung vermittelt, welche Sprache gesprochen und welche Lieder gesungen wurden. Neben dem Blick auf das Besondere und Eigene des Lebens in der Judengasse eröffnen sich auch überraschende Perspektiven auf die Beziehungen zwischen Juden und Christen in Frankfurt.
Dabei richtet sich die Ausstellung bewusst an die ganze Familie. Zu jedem Themenkomplex gibt es Kinderstationen zum Anfassen und Entdecken. In der neuen Abteilung zur literarischen Kultur des Judentums werden nicht nur seltene Drucke präsentiert; hier können die Besucher in die musikalische Welt der Judengasse eintauchen, eine in den Jüdischen Museen Deutschlands einzigartige Inszenierung. Ein Multimedia-Guide erschließt die Ausstellung im Museum und den alten jüdischen Friedhof, der neben Prag und Worms zu den bedeutendsten in Europa zählt.


Aktuelle Veranstaltungen

Die Zeitzeugin Edith Erbrich im Gespräch mit Fritz Backhaus / Buchvorstellung
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Dienstag, 16. Februar 2016, 19:00 Uhr

Haus am Dom, großer Saal, Domplatz 3

Am 22. November 2015 begingen die Stadt Frankfurt am Main, das Jüdische Museum und die Europäische Zentralbank die Eröffnung der Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle. Thema dieses jüngsten Gedenkortes ist die Deportation der Juden. Für den reibungslosen Ablauf des Verbrechens hatte die Geheime Staatspolizei ab 1941 den Keller der Großmarkthalle angemietet. Hier wurden Frauen, Männer und Kinder versammelt, erniedrigt, misshandelt und beraubt, um anschließend in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt zu werden. Das Konzept des Architektenbüros KatzKaiser setzt optisch zurückhaltend auf die Überlieferungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Diese sind nun als Zitate auf dem Areal eingeschrieben; in ihrer Verknüpfung entsteht eine Erzählung, die bis heute verstört.
Zur Erinnerungsstätte ist eine Begleitpublikation erschienen. Sie wird im Beisein von Edith Erbrich vorgestellt, die am 14. Februar 1945 im Alter von sieben Jahren mit ihrem Vater und der älteren Schwester von der Frankfurter Großmarkthalle in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort im Mai 1945 befreit wurde.

Eintritt frei.


Kommende Ausstellungen

Horcher in die Zeit – Ludwig Meidner im Exil
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20. März – 10. Juli 2016
Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83 (Museumsufer)

Ludwig Meidner, Strange Lovers, 1941, Aquarell und Tusche über Bleistift, aus: Skizzenbuch 1941-47, Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Ursula Seitz, © Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main

Zum 50. Todesjahr von Ludwig Meidner (1884 – 1966) zeigt das Museum Giersch der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum die Ausstellung Horcher in die Zeit – Ludwig Meidner im Exil. Im Mittelpunkt stehen Werke auf Papier aus der Londoner Exilzeit des jüdischen Künstlers von 1939 bis 1953 – Aquarelle, Skizzenbücher, Kohle- und Kreidezeichnungen.
Meidners Exilschaffen stellt eine Mischung von höchster Intensität aus innerem Erleben und Zeitkommentar dar. Mit seiner symbolhaften Verdichtung handelt es von Isolation, Verfolgung und Vernichtung und einem grotesk-absurden Leben, das Meidner mit bissigem Humor, Sarkasmus und bizarrer Übertreibung in Szene setzt.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Ludwig Meidner – Seismograph. Das Verbundprojekt zum 50. Todesjahr des Künstler wird von der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V., dem Stadtmuseum Hofheim, dem Museum Giersch der Goethe-Universität, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Institut Mathildenhöhe, dem Kunst Archiv Darmstadt und der Galerie Netuschil getragen und vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Meidner zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihn zeichnet besonders seine Fähigkeit, die Erschütterungen und Umbrüche seiner Zeit zu erfassen und in seinem bildnerischen und literarischen Werk zu reflektieren, aus.



Jugend und Alter. Ludwig Meidners Porträts aus den 1950er und 1960er Jahren
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28. August – 13. November 2016
Stadtmuseum Hofheim, Burgstraße 11, Hofheim am Taunus

Stefan Moses. Ludwig Meidner, Hofheim 1956, © fotografie stefan moses, München

Nachdem Ludwig Meidner (1884-1966) in den 1920er Jahren schwerpunktmäßig als Zeichner und Grafiker arbeitete und während der NS-Zeit verfolgungsbedingt und im Exil aus materiellen Gründen kaum malte, wandte er sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland wieder verstärkt der Malerei zu.
Insbesondere als Porträtist gelangen Meidner hier außergewöhnlich intensive Bilder, die in ihrer psychologischen Dichte und strahlenden Farbigkeit ausgesprochen modern wirken.

Die Gemälde stammen zum größtenteils aus den Beständen des Ludwig-Meidner-Archivs im Jüdischen Museum Frankfurt. Zudem wird in der Ausstellung eine Fotoserie gezeigt, die beim Besuch des berühmten Fotografen Stefan Moses in Ludwig Meidners Marxheimer Atelier im Jahre 1956 entstanden ist.

Hier ist es schön, Marxheim gefällt mir. Seit einem Monat wohne ich nicht mehr in Frankfurt, sondern bin auf`s Land gezogen, nach Marxheim, einem kleinen Dorf bei Hofheim, wo ich mir eine geräumige Klempnerwerkstatt in ein Studio umgewandelt habe, ein so schönes, helles, wie ich es nie besessen habe. (Ludwig Meidner an Ludwig Kunz, Juni 1955)

Die Ausstellung, eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Hofheim, ist Teil des Verbundprojektes Ludwig Meidner - Seismograph. Das Projekt zum 50. Todesjahr des Künstler wird von der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V., dem Stadtmuseum Hofheim, dem Museum Giersch der Goethe-Universität, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Institut Mathildenhöhe, dem Kunst Archiv Darmstadt und der Galerie Netuschil getragen und vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Meidner zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihn zeichnet besonders seine Fähigkeit, die Erschütterungen und Umbrüche seiner Zeit zu erfassen und in seinem bildnerischen und literarischen Werk zu reflektieren, aus.



Weitere Meldungen aus dem Jüdischen Museum

Ausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt" ab 27. Januar 2016 in Laupheim [ mehr ]

Dr. Mirjam Wenzel neue Direktorin des Jüdischen Museums
Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat Dr. Mirjam Wenzel zur neuen Direktorin ernannt. [ mehr ]

Rede von Prof. Dr. Raphael Gross zum 9. November 1938
Raphael Gross hielt in der Paulskirche die Gedenkrede zum Novemberpogrom 1938. [ mehr ]

Sanierung und Erweiterung des Jüdischen Museums
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt hat die Bau- und Finanzierungsvorlage beschlossen. [Pressemitteilung]

Werkverzeichnis der Gemälde Ludwig Meidners wird 2016 als Gemeinschaftsprojekt des Jüdischen Museums, der Ludwig Meidner Gesellschaft und der Stiftung Citoyen erscheinen. [Pressemitteilung]

Das Jüdische Museum veröffentlicht zum 100. Todestag des Nobelpreisträgers Paul Ehrlich online zwei Beiträge zu seiner Familiengeschichte [Zu den Beiträgen]



 

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Museumsleitung

Dr. Mirjam Wenzel
Direktorin des Jüdischen Museums
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik
Telefon: +49 (0)69 212 38804
fritz.backhaus(at)stadt-frankfurt.de

Michael Lenarz
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546
michael.lenarz(at)stadt-frankfurt.de

Daniela Unger
Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805
daniela.unger(at)stadt-frankfurt.de

Weitere Ansprechpartner

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