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Das Jüdische Museum der Stadt Frankfurt am Main und seine Dependance Museum Judengasse am Börneplatz zeigen die historische Entwicklung und die religiöse Kultur der jüdischen Gemeinden in Frankfurt vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Das Wechselverhältnis zwischen Juden in Deutschland und ihrer Umwelt wird hier am lokalen Beispiel exemplarisch nachgezeichnet. Regelmäßige Wechselausstellungen in beiden Häusern vertiefen und ergänzen die Dauerausstellungen.

 
 

Aktuelle Meldungen

Öffnungszeiten im Mai 2012

17.05.2012 Christi Himmelfahrt: Jüdisches Museum und Museum Judengasse geöffnet.
27.05.2012 Pfingstsonntag: Jüdisches Museum geschlossen, Museum Judengasse geöffnet.
28.05.2012 Pfingstmontag: Jüdisches Museum geöffnet, Museum Judengasse geschlossen.
29.05.2012 Wäldchestag: Jüdisches Museum und Museum Judengasse geschlossen.

Aktion der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums

Mit Ihrer Spende können Sie bis zum 24.7.2012 doppelt Gutes tun!
Spendenverdoppelung durch die Bethe-Stiftung für Neuerwerbungen des Museums!

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, dem Museum den Ankauf zweier Bilder des bedeutenden jüdischen Künstlers Jakob Nussbaum sowie weitere Neuerwerbungen zu ermöglichen. Die private Bethe-Stiftung wird jede Spende, die bis zum 24.7.2012 eingeht, verdoppeln. Sie können also doppelt Gutes tun!
Hier sehen Sie die Bilder von Jakob Nussbaum und erfahren mehr zu dieser Aktion sowie dazu, wie Sie sich beteiligen können.

Stellenausschreibung

Das Jüdische Museum sucht eine/n Kustodin/Kustos für die Bereiche Judaistik und Dokumentation. Bewerbungsfrist bis 18.05.2012.
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Highlights

Jüdische Remigranten im Axel Springer Verlag / Vortrag
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Dienstag, 22. Mai 2012, 19:00 Uhr

Vortrag von Dr. Gudrun Kruip
Begleitprogramm zur Ausstellung „Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden
Jüdisches Museum Frankfurt

Jüdische Remigranten arbeiteten im Springer Verlag eng mit ehemaligen Nationalsozialisten zusammen. Beide Seiten gehörten zum engsten Beraterkreis um den Verleger Axel Springer oder schrieben für „Die Welt“. Der Vortrag geht der Frage nach, warum sich die Remigranten auf diese Zusammenarbeit mit den Alt-Nazis einließen.


Aktuelle Veranstaltungen

Gegen den Strom – Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und Hessen / Führung
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Donnerstag, 17. Mai 2012, 15:00 Uhr

Museum Judengasse / Leitung: Gabriela Schlick


Aktuelle Ausstellungen

Gegen den Strom
Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und Hessen
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9. Mai – 14. Oktober 2012
Museum Judengasse

Das Foto von Arthur Schaub verweist auf den möglichen Rettungsweg: Der passionierte Schwimmer wollte 1944 die Frankfurterin Maya Rhotert durch den Rhein in die Schweiz bringen. © Dr. Eugene Jussek

Die Ausstellung erzählt in 15 Themeninseln von Paaren, die Hilfe erhielten oder einander beistanden. Sie beleuchtet die Dimensionen solidarischen Verhaltens mit verfolgten Juden: von Freundschaften über riskante Fluchthilfen bis hin zu Rettungswiderstand im Schatten der Massenmorde. Dazu gehören Beispiele geglückter Hilfen wie auch das tragische Scheitern. Ab August 2012 präsentieren Jüdisches Museum und Fritz Bauer Institut ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen und Filmen.



Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel
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22. April – 25. November 2012
Hochbunker Friedberger Anlage 5/6

Diese ursprünglich im Jüdischen Museum gezeigte Ausstellung ist in einer verkleinerten Version im Geschichtsbüro Friedberger Anlage im Hochbunker zu sehen. Der 1942 errichtete Bunker steht auf den Fundamenten der größten Frankfurter Synagoge, die am 10. November 1938 zerstört und später abgerissen wurde. Die "Initiative 9. November" bemüht sich seit langem, diesen Ort zu einem Ort der Erinnerung, des Lernens und der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart zu machen.


Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstand zwischen Anlagenring und Tiergarten, Sandweg und Hanauer Landstraße ein neues Stadtviertel mit Wohnungen in Mietshäusern mit Höfen und Gärten. Unter den vielen Frankfurtern, die die Altstadt zugunsten dieses großzügigeren Wohnens verließen, befanden sich zahlreiche Juden. Um 1895 hatte das Ostend mit knapp 45 Prozent den höchsten Anteil an jüdischer Bevölkerung in der Stadt. Infolge des stetigen Zuzugs weiterer Familien auch von außerhalb kam es dazu, dass in bestimmten Straßen und Häusern überwiegend Juden lebten.

Rund um Sandweg und Ostend entstanden Geschäfte zur Versorgung des täglichen Bedarfs und Orte des kulturellen Lebens. Zahlreiche Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde fanden im Ostend neue, größere Gebäude. Die Synagoge an der Friedberger Anlage, die Schulen und Ausbildungsstellen der Israelitischen Religionsgesellschaft wurden zu Zentren des orthodoxen jüdischen Lebens.

Am höher gelegenen, klimatisch hervorragenden Röderbergweg erbauten wohltätige Stiftungen reicher Frankfurter Familien um die Jahrhundertwende Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser. Auch der größte Teil dieser Institutionen orientierte sich bei der Pflege und Versorgung an den Geboten des orthodoxen Judentums.

Nach 1933 zerstörte der Nationalsozialismus die Strukturen jüdischen Lebens im Ostend so schnell und tiefgreifend wie in anderen Teilen der Stadt. Die Lebensbedingungen verschlechterten sich nach dem November 1938 zusätzlich durch den erzwungenen Zuzug von Juden aus den übrigen Stadtteilen und dem Umland. Viele überlebten nur noch mit Hilfe der Wohlfahrtseinrichtungen. Ab 1941 diente die Großmarkthalle als Sammelstelle und Ausgangspunkt für die Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager.

Die Jüdische Gemeinde, die sich nach Kriegsende konstituierte, erhielt im Ostend Liegenschaften im Baumweg, auf dem Röderbergweg und das Krankenhaus in der Gagernstraße zurück. Die Häuser dienten zunächst als Unterkünfte für die Durchreisenden, am Baumweg wurde ein Gemeindehaus mit Synagoge eingerichtet. Während der Schwerpunkt des Gemeindelebens sich seit den sechziger Jahren zunehmend in den Westen der Stadt verschob, leben heute – wie schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts – viele Neueinwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten im Ostend.

Die Ausstellung lädt zu einem Spaziergang durch einen weitgehend unbekannten, aber authentischen Teil der jüdischen Geschichte Frankfurts ein. Er führt durch die Straßen des Ostends, wo der Alltag der Menschen von Religion und Tradition bestimmt war und gleichzeitig den schnellen Veränderungen der Urbanisierung und Industrialisierung unterlag. Zahlreiche Fotografien und Dokumente, aber auch die Erinnerungen ehemaliger Bewohner des Ostends gewähren Einblick in ein jüdisches Viertel Frankfurts, dessen Lebenswelt heute nicht mehr existiert.

Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04, 21 23 88 05
Fax: +49 (0)69 21 23 07 05
info(at)juedischesmuseum.de
und
Initiative 9. November
Telefon: +49 (0)177  7 12 04 12
www.synagoge-friedberger-anlage.de

Ort der Ausstellung
Geschichtsbüro Friedberger Anlage / Hochbunker
Friedberger Anlage 5/6
S-Bahn-Station: Ostendstraße
U-Bahn-Station Zoo
Straßenbahn-Haltestelle: Allerheiligentor

Öffnungszeiten
Sonntags 11–14 Uhr

Führungen
Sonntags 11.30 Uhr
sowie nach Vereinbarung mit dem Jüdischen Museum,
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04

Eintritt
2 Euro, ermäßigt 1 Euro
Führung zusätzlich 1,50 Euro pro Person

Begleitbuch zur Ausstellung mit zahlreichen Abbildungen zum Preis von 12,50 Euro im Jüdischen Museum, im Bunker und über den Buchhandel


Bild dir dein Volk!
Axel Springer und die Juden
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15. März – 29. Juli 2012
Jüdisches Museum

Axel Springer in Jerusalem, © Fotoagentur Sven Simon

Axel Springer (1912-1985) war der größte deutsche Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte. Zudem war er eine Persönlichkeit, die polarisierte und an zahlreichen politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit beteiligt war. Fast unbekannt ist, dass er sich persönlich und in seinem Verlag einem radikalen „Versöhnungsprojekt“ Juden und dem jungen israelischen Staat gegenüber verschrieb. Mindestens einmal pro Jahr reiste Springer zwischen 1966 und 1985 nach Israel und pflegte dort Kontakte mit Politikern und Kultureinrichtungen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Teddy Kollek, dem Bürgermeister von Jerusalem; das Israelmuseum und andere Institutionen erhielten zahlreiche Spenden aus dem Haus Springer.


Auf einer dieser Reisen entstand 1967 ein Foto, das Axel Springer zeigt, der auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Der Fotograf war Sven Simon, Axel Springers Sohn, der ihn auf seinen Israelreisen oft begleitete. Seine Fotos haben wesentlich zur Selbstinszenierung Springers beigetragen. So auch in diesem Fall: als Visionär der Einheit Berlins am Beispiel des vereinten Jerusalem, auf dem sein Blick ruht. Dieses Foto steht im Zentrum der Ausstellung, die das Jüdische Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Instituts ausrichtet. Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Kulturfonds RheinMain, die Herbert Quandt Stiftung, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Hessische Kulturstiftung und die Gerda Henkel Stiftung

Das Begleitprogramm zur Ausstellung beginnt im Mai 2012.

[ mehr ] (PDF, 1 MB)

Medienberichterstattung


Kommende Ausstellungen

Moritz Daniel Oppenheims Umrisszeichnungen
zu Goethes „Hermann und Dorothea“
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7. August – 28. Oktober 2012
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Erste Begegnung Hermanns mit Dorothea (Ausschnitt)

Wie viele Künstler seiner Zeit suchte auch der junge Oppenheim, nachdem er sich als Maler in Frankfurt niedergelassen hatte, die Protektion Johann Wolfgang von Goethes. Einem Briefwechsel und der Übersendung einer Mappe mit Zeichnungen zur Begutachtung, folgte 1827 ein mehrwöchiger Besuch Oppenheims in Weimar. Tatsächlich knüpfte er dort wichtige Kontakte und schließlich vermittelte der greise Dichterfürst dem jüdischen Maler (freilich gegen eine „Bearbeitungsgebühr“ von vier Louisdors) einen Professorentitel. Der hierzu überlieferte Ausspruch Goethes „Titel und Orden halten manchen Puff ab im Gedränge“, verweist auf das restaurative und zunehmend antijüdische Klima der 1820er Jahre.
Oppenheim dankte seinem Gönner, indem er dessen Versepos „Hermann und Dorothea“ illustrierte. Die Blätter dieser Mappe bilden das Kernstück der Kabinettausstellung. Ergänzt werden diese durch weitere Bilder Oppenheims, die sich auf Goethe und sein Werk beziehen. Zusätzlich werden in einer Hörstation Texte Goethes über Juden und Judentum präsentiert.

Eine Veranstaltung im Rahmen der
 



Erinnerung – Bild – Wort
Arnold Daghani und Charlotte Salomon
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12. Oktober 2012 – 03. Februar 2013
Jüdisches Museum



Neuerscheinungen

Katalog der aktuellen Ausstellung im Jüdischen Museum

Bild dir dein Volk!
Axel Springer und die Juden

Hrsg. von Fritz Backhaus, Dmitrji Belkin und Raphael Gross
Göttingen: Wallstein Verlag, 2011. 224 S., zahlreiche Abb.

19,90 €









Katalog der aktuellen Ausstellung im Museum Judengasse


Gegen den Strom
Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und Hessen
Hrsg. von Fritz Backhaus und Monica Kingreen
Texte von Heike Drummer
Frankfurt: Jüdisches Museum, 2012. 78 S., zahlreiche Abb.

8,00 €




 

Kontaktdaten

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de

Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 70 790
Fax: +49 (0)69 212 30 705

Museumsleitung

Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte 
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik
Telefon: +49 (0)69 212 38804

Michael Lenarz
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546

Daniela Unger
Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Weitere Ansprechpartner



 
Jüdisches Museum • Untermainkai 14/15 • 60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (69) 212 35000 • Fax: +49 (69) 212 30705 • Email: info(at)juedischesmuseum.de