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Das Jüdische Museum der Stadt Frankfurt am Main zeigt die historische Entwicklung und die religiöse Kultur der jüdischen Gemeinden in Frankfurt vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Das Wechselverhältnis zwischen Juden in Deutschland und ihrer Umwelt wird hier am lokalen Beispiel exemplarisch nachgezeichnet. Regelmäßige Wechselausstellungen vertiefen und ergänzen die Dauerausstellungen.

 
 

Aktuelle Meldungen

Werkverzeichnis der Gemälde Ludwig Meidners wird 2016 als Gemeinschaftsprojekt des Jüdischen Museums Frankfurt und der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V. erscheinen. [Pressemitteilung]

Raphael Gross übernimmt die Leitung des Simon-Dubnow-Instituts
Prof. Dr. Raphael Gross ist seit 1. April 2015 Leiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig. Er bleibt noch bis Ende April 2016 Direktor des Jüdischen Museums. [Pressemitteilung]

Buddy Elias (1925-2015)
Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Buddy Elias erfahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Gerti Elias und den gemeinsamen Söhnen. Sein Andenken wird in der Arbeit des Jüdischen Museums und des von ihm mitgegründeten Familie Frank Zentrums immer bewahrt werden.
Raphael Gross und das Team des Jüdischen Museums
Ausführlicher Nachruf von Raphael Gross in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Ausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt" in Tübingen [mehr]

Museum Judengasse bis Winter 2015/16 wegen Neugestaltung geschlossen

Sanierung und Erweiterung des Jüdischen Museums [mehr]

Highlights

Die Schuld der anderen / Buchvorstellung
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Mittwoch, 06. Mai 2015, 19:00 Uhr

Jüdisches Museum
mit Gila Lustiger, Moderation: Ulrike Holler

Die in Frankfurt geborene Gila Lustiger studierte Germanistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1987 lebt sie als Autorin in Paris. Hier spielt auch ihr neuer Roman: „Die Schuld der anderen“. Auf den ersten Blick mutet die Handlung wie ein spannender Krimi mit überraschendem Ende an, doch dann merkt man, dass Gila Lustiger ihrer französischen Wahlheimat den Spiegel vorhält. Sehr genau beschreibt sie die Verstrickungen von Wirtschaft, Politik, Prostitution und Presse. Sie beleuchtet das Leben der wütenden jungen Männer in der Banlieue und die Gleichgültigkeit der Franzosen gegenüber den Konflikten und Verwerfungen unserer Gegenwart. So wird aus der Recherche eines Journalisten über einen lange zurückliegenden Mord ein aktueller Gesellschaftsroman, in dem es auch um islamistischen Terror und Antisemitismus geht.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums
Eintritt frei!


Aktuelle Veranstaltungen

Milch und Honig! / Kinderworkshop
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Sonntag, 03. Mai 2015, 14:00 Uhr

Jüdisches Museum / Leitung: Katja Walter

An Schawuot, dem Fest, an dem die Toragebung gefeiert wird, schmückt man die Synagogen, lernt die ganze Nacht aus der Tora und isst leckeren Käsekuchen sowie weitere Milchspeisen. Jetzt bist Du dran: Gestalte Deine eigenen Gesetzestafeln und beschrifte sie mit Deinen persönlichen Geboten. Bei der anschließenden Ice Cream Party kannst Du sie dann den anderen präsentieren.

Kinderprogramm des Jüdischen Museums ab 8 Jahren
Jeden 1. Sonntag im Monat, 14 bis 16 Uhr
Kosten: 6 Euro inkl. Eintritt und Material

Begrenzte Teilnehmerzahl, Infos und Anmeldung per E-Mail unter kinderprogramm(at)juedischesmuseum.de oder telefonisch unter 069/212-38806.

Tipp für die erwachsenen Begleiter/-innen:
Die öffentlichen Führungen durch die Ausstellungen des Jüdischen Museums. Jeden Sonntag um 14 Uhr.


Aktuelle Ausstellungen

Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz
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11. Dezember 2014 – 10. Mai 2015
Jüdisches Museum

Ring aus Kaiseraugst, 4. Jh., © Römermuseum Augst

Archäologische Funde nördlich der Alpen, die auf jüdische Siedlungen schließen lassen, sind rar. Historische Quellen wie das Dekret Kaiser Konstantins von 321 über die jüdische Gemeinde Köln belegen jedoch, dass Juden in dieser Region des Römischen Reichs lebten.

Neue Funde, die die lang gesuchte Verbindung zwischen archäologischen und geschichtlichen Zeugnissen herstellen, inspirierten zu dieser Ausstellung. Sie folgt dem „Licht der Menora“, dem spätantiken Leitsymbol des Judentums, ausgehend von Rom und dem Tempelraub in Jerusalem bis in die heutige Schweiz, nach Österreich, aber auch Ungarn und schließlich ins ehemalige Germanien.

Die einzelnen Objekte erschließen sich nur im Zusammenhang mit anderen Funden und legen die Interpretation nahe, dass es sich bei der kulturell vielseitigen antiken Gesellschaft, auf die die Ausstellung den Blick öffnet, um ein europäisches Phänomen handelte.

Eine Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission und dem Archäologischen Museum Frankfurt am Main.

Besuchen Sie die Ausstellungen »Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM« (Archäologisches Museum Frankfurt) und »Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz« am selben Tag und erhalten Sie nach Vorlage der Eintrittskarte 50% Ermäßigung auf den Eintrittspreis der zweiten Ausstellung.



Judaica: Original, Replik oder Fälschung? Acht Objekte aus der Sammlung im Fokus
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26. März – 28. Juni 2015
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Chanukka-Leuchter, Zinn, Ende 19. Jh., Nachbildung Feingießerei A. Weygang (Öhringen bei Stuttgart) nach einem Vorbild aus Horb am Neckar aus dem 18. Jh., aus der Sammlung S. Nauheim

Judaica dienen der Religionsausübung in der Synagoge und zu Hause. Manche sind speziell für den Ritus nach bestimmten halachischen Vorgaben hergestellt, andere kommen aus dem säkularen Gebrauch und sind erst durch die rituelle Handlung zu Judaica geworden.

Für die Ausstellung wurden acht Objekte aus der Sammlung des Museums ausgewählt und einander gegenübergestellt: Zum einen handelt es sich um Originale, die sowohl historisch als auch dem Ritus eindeutig zugeordnet werden konnten, zum anderen um historische Repliken und Fälschungen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der einzelnen Objekte von der Aufnahme in die Sammlung bis zur Identifizierung.



Kommende Ausstellungen

Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel
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03. Mai –  29. November 2015
Sonntags 11–14 Uhr
Hochbunker Friedberger Anlage 5/6

Diese ursprünglich im Jüdischen Museum gezeigte Ausstellung ist in einer verkleinerten Version im Geschichtsbüro Friedberger Anlage im Hochbunker zu sehen. Der 1942 errichtete Bunker steht auf den Fundamenten der größten Frankfurter Synagoge, die am 10. November 1938 zerstört und später abgerissen wurde. Die "Initiative 9. November" bemüht sich seit langem, diesen Ort zu einem Ort der Erinnerung, des Lernens und der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart zu machen.

Führungen
Sonntags 11.30 Uhr
Gruppen, insbesondere Schulklassen, können gern auch spezielle Termine vereinbaren: Jüdisches Museum +49 (0)69 21 27 42 37

Eintrittspreise
Eintritt: 2 Euro
Führung: 2 Euro zusätzlich

Anfahrt
S-Bahn Station Ostend, U-Bahn Station Zoo, Straßenbahnlinie 11 & 14 Allerheiligentor

Da es im Bunker auch an Sommertagen sehr kühl ist, wird entsprechende Kleidung empfohlen.


Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstand zwischen Anlagenring und Tiergarten, Sandweg und Hanauer Landstraße ein neues Stadtviertel mit Wohnungen in Mietshäusern mit Höfen und Gärten. Unter den vielen Frankfurtern, die die Altstadt zugunsten dieses großzügigeren Wohnens verließen, befanden sich zahlreiche Juden. Um 1895 hatte das Ostend mit knapp 45 Prozent den höchsten Anteil an jüdischer Bevölkerung in der Stadt. Infolge des stetigen Zuzugs weiterer Familien auch von außerhalb kam es dazu, dass in bestimmten Straßen und Häusern überwiegend Juden lebten.

Rund um Sandweg und Ostend entstanden Geschäfte zur Versorgung des täglichen Bedarfs und Orte des kulturellen Lebens. Zahlreiche Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde fanden im Ostend neue, größere Gebäude. Die Synagoge an der Friedberger Anlage, die Schulen und Ausbildungsstellen der Israelitischen Religionsgesellschaft wurden zu Zentren des orthodoxen jüdischen Lebens.

Am höher gelegenen, klimatisch hervorragenden Röderbergweg erbauten wohltätige Stiftungen reicher Frankfurter Familien um die Jahrhundertwende Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser. Auch der größte Teil dieser Institutionen orientierte sich bei der Pflege und Versorgung an den Geboten des orthodoxen Judentums.

Nach 1933 zerstörte der Nationalsozialismus die Strukturen jüdischen Lebens im Ostend so schnell und tiefgreifend wie in anderen Teilen der Stadt. Die Lebensbedingungen verschlechterten sich nach dem November 1938 zusätzlich durch den erzwungenen Zuzug von Juden aus den übrigen Stadtteilen und dem Umland. Viele überlebten nur noch mit Hilfe der Wohlfahrtseinrichtungen. Ab 1941 diente die Großmarkthalle als Sammelstelle und Ausgangspunkt für die Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager.

Die Jüdische Gemeinde, die sich nach Kriegsende konstituierte, erhielt im Ostend Liegenschaften im Baumweg, auf dem Röderbergweg und das Krankenhaus in der Gagernstraße zurück. Die Häuser dienten zunächst als Unterkünfte für die Durchreisenden, am Baumweg wurde ein Gemeindehaus mit Synagoge eingerichtet. Während der Schwerpunkt des Gemeindelebens sich seit den sechziger Jahren zunehmend in den Westen der Stadt verschob, leben heute – wie schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts – viele Neueinwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten im Ostend.

Die Ausstellung lädt zu einem Spaziergang durch einen weitgehend unbekannten, aber authentischen Teil der jüdischen Geschichte Frankfurts ein. Er führt durch die Straßen des Ostends, wo der Alltag der Menschen von Religion und Tradition bestimmt war und gleichzeitig den schnellen Veränderungen der Urbanisierung und Industrialisierung unterlag. Zahlreiche Fotografien und Dokumente, aber auch die Erinnerungen ehemaliger Bewohner des Ostends gewähren Einblick in ein jüdisches Viertel Frankfurts, dessen Lebenswelt heute nicht mehr existiert.

Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04, 21 23 88 05
Fax: +49 (0)69 21 23 07 05
info(at)juedischesmuseum.de
und
Initiative 9. November
Telefon: +49 (0)177  7 12 04 12
www.synagoge-friedberger-anlage.de

Ort der Ausstellung
Geschichtsbüro Friedberger Anlage / Hochbunker
Friedberger Anlage 5/6
S-Bahn-Station: Ostendstraße
U-Bahn-Station Zoo
Straßenbahn-Haltestelle: Allerheiligentor

Öffnungszeiten
Sonntags 11–14 Uhr

Führungen
Sonntags 11.30 Uhr
sowie nach Vereinbarung mit dem Jüdischen Museum,
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04

Eintritt
2 Euro, ermäßigt 1 Euro
Führung zusätzlich 1,50 Euro pro Person

Begleitbuch zur Ausstellung mit zahlreichen Abbildungen zum Preis von 12,50 Euro im Jüdischen Museum, im Bunker und über den Buchhandel


Neuerscheinungen

Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz
Hrsg: Raphael Gross, Svend Hansen, Michael Lenarz und Patricia Rahemipour
Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2014, 480 Seiten, zahlreiche Abbildungen

29,90 €




 

Kontaktdaten

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de

Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 70 790
Fax: +49 (0)69 212 30 705

Museumsleitung

Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte 
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik
Telefon: +49 (0)69 212 38804

Michael Lenarz
Stellvertretender Direktor,
Abteilung Dokumentation
Telefon: +49 (0)69 212 38546

Daniela Unger
Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805

Weitere Ansprechpartner

Spenden für das Jüdische Museum



 
Jüdisches Museum • Untermainkai 14/15 • 60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (69) 212 35000 • Fax: +49 (69) 212 30705 • Email: info(at)juedischesmuseum.de