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The Jewish Museum of the city of Frankfurt and its branch Museum Judengasse at Börneplatz are representing the historical development as well as the social and religious life of the Jewish communities in Frankfurt between the 12th and the 20th century. The changing relationship of Jews in Germany with their social environment is described here exemplarily on a local background. Temporary exhibitions in both branches complement the permanent exhibitions.

 
 

News

Highlights

„Ich selbst lebe als Bettler in London“ / Lesung
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Wednesday, September 03th, 2014, 19:00

Eine Lesung aus der Korrespondenz 1939–48 zwischen Rudolf und Ludwig Heilbrunn
mit Jochen Nix und Christoph Pütthoff, Einführung: Heike Drummer
Jüdisches Museum

Mit dem Nachlass von Dr. Rudolf Heilbrunn (1901–1998) beherbergt das Jüdische Museum Frankfurt ein bedeutendes Archiv und eine wertvolle Privatbibliothek. Ein Aktenordner mit der Aufschrift „Briefe Papa 1939–1948“ enthält die Korrespondenz zwischen Rechtsanwalt Dr. Ludwig Heilbrunn und seinem Sohn Rudolf. Sie zeugt eindrücklich von den prekären Verhältnissen, in die sich die bekannte Frankfurter Familie während der NS-Zeit fügen musste.
Dem verwitweten Vater war 1939 im Alter von knapp 70 Jahren die Flucht in das britische Exil geglückt; krank, einsam und völlig mittellos lebte er in London, während sein Sohn Robert in die USA emigrieren konnte. Der ältere Sohn Rudolf wurde in den Niederlanden in das Internierungslager Westerbork verschleppt; er überlebte den Zweiten Weltkrieg in Holland.

Aus dem Archiv des Jüdischen Museums

Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR


Current events

Sondergerichts-Akte 86/43. Rechtsprechung im Namen des deutschen Volkes / Film
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Sunday, September 07th, 2014, 18:00

Filmvorführung mit Carl Bringer und Georg D. Falk
Finissage zur Ausstellung Fritz Bauer. Der Staatsanwalt
Jüdisches Museum

1943 wurde die 24-jährige russische Fremdarbeiterin Valentina Archipowa wegen "Entwendung von zwei Metern angesengten Stoffes" von einem Frankfurter Sondergericht zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Reinhard Ruttmann produzierte in den sechziger Jahren eine Dokumentation des Falles, in der er prozessbeteiligte Augenzeugen und den damaligen Sonderrichter vor die Kamera holte.
Zur Filmvorführung werden der damalige Redakteur des Hessischen Rundfunks Carl Bringer und Dr. h.c. Georg D. Falk, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht, anwesend sein. Vor der Veranstaltung besteht zum letzten Mal bei verlängerter Öffnungszeit die Möglichkeit, die Ausstellung zu Fritz Bauer zu besuchen.

Mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Rundfunks


Current exhibitions

Fritz Bauer - Der Staatsanwalt
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10. April – 07. September 2014
Jüdisches Museum

Fritz Bauer 1965, © fotografie stefan moses, München

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.

Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen. Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde, vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Eine Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und dem Thüringer Justizministerium

Gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die FAZIT-STIFTUNG sowie Christiane und Nicolaus Weickert



Coming exhibitions

Lea Grundig – Kritische Künstlerin und Visionärin. Grafiken aus den 1930er Jahren
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11. September bis 7. Dezember 2014
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Lea Grundig, Pogrom, 1935, Blatt 5 aus der Folge „Der Jude ist schuld“, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

2006 schenkte die Akademie der Künste Berlin dem Jüdischen Museum rund 45 Grafiken der Künstlerin Lea Grundig. Die Ausstellung zeigt einen Teil dieser Radierungen, darunter  Arbeiten aus dem Zyklus „Unterm Hakenkreuz“ von 1935, die die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten kommentieren und die Veränderungen im Alltag reflektieren. Aber auch Motive, die die Verfolgung und Gefangenschaft thematisieren.

Ebenfalls zu sehen sind Radierungen aus „Krieg droht“, entstanden in den Jahren zwischen 1935 und 1937, sie zeigen, wie sich das Unheil ankündigt und in visionären Darstellungen die schrecklichen Ausmaße des Kriegsalltags vergegenwärtigt. Es handelt sich nicht um Schilderungen von Erlebten, sondern es sind warnende Sinnbilder. Ebenfalls 1935 entsteht die Serie „Der Jude ist schuld“ in dem Lea Grundig gleichzeitig die Ebenen von persönlicher Diffamierung und allgemeiner Bedrohung und Verfolgung miteinander verschmilzt und ihr ohnmächtiges Ausgeliefertsein reflektiert.

Im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen



Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz
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11. Dezember 2014 – 10. Mai 2015
Jüdisches Museum

Ring aus Kaiseraugst, 4. Jh., © Römermuseum Augst

Archäologische Funde nördlich der Alpen, die auf jüdische Siedlungen schließen lassen, sind rar. Historische Quellen wie das Dekret Kaiser Konstantins von 321 über die jüdische Gemeinde Köln belegen jedoch, dass Juden in dieser Region des Römischen Reichs lebten.

Neue Funde, die die lang gesuchte Verbindung zwischen archäologischen und geschichtlichen Zeugnissen herstellen, inspirierten zu dieser Ausstellung. Sie folgt dem „Licht der Menora“, dem spätantiken Leitsymbol des Judentums, ausgehend von Rom und dem Tempelraub in Jerusalem bis in die heutige Schweiz, nach Österreich, aber auch Ungarn und schließlich ins ehemalige Germanien.

Die einzelnen Objekte erschließen sich nur im Zusammenhang mit anderen Funden und legen die Interpretation nahe, dass es sich bei der kulturell vielseitigen antiken Gesellschaft, auf die die Ausstellung den Blick öffnet, um ein europäisches Phänomen handelte.

Eine Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission



Hermann Struck und Jakob Steinhardt. Radierungen
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9. Dezember 2014 - 22. März 2015
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Jakob Steinhardt, Lichtersegen (zum Schabbat), 1920, (Ausschnitt) Kaltnadelradierung, Ankauf gefördert durch das Kuratorium Kulturelles Frankfurt

Die herausragenden Künstler Hermann Struck und Jakob Steinhardt bilden einen Schwerpunkt der grafischen Sammlung des Jüdischen Museums – ergänzt nun, dank der großzügigen Schenkung des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt, um ein Konvolut von Originalradierungen beider Künstler, von denen hier eine Auswahl gezeigt wird.
Hermann Struck, geboren 1876 in Berlin, gestorben 1944 in Haifa, stand der Berliner Secession um Max Liebermann und Lovis Corinth nahe. Sehr früh erzielte er mit seiner Kunst, in der sich sein zionistisches Engagement widerspiegelt, Erfolg. Um die Jahrhundertwende prägten seine Drucke die grafische Kunst in Deutschland, als diese begann, als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel anerkannt zu werden. Auch Jakob Steinhardt, geboren 1887 in Zerkow in Posen, gestorben 1968 in Naharya in Israel, wurde maßgeblich beeinflusst von Lovis Corinth. Ihm verdankte er seine Neigung, symbolische und biblische Themen in avantgardistischer Weise künstlerisch umzusetzen. Bei Struck erlernte Steinhardt druckgrafische Techniken und kam mit den Ideen des Zionismus in Berührung. Neben Struck wurde er zu einem der überzeugendsten Darsteller der ostjüdischen Welt.



New publications

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt.
Hrsg: Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross
Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2014, 300 Seiten, zahlreiche Abbildungen

29,90 €

Bestellungen dieses Katalogs bei:
info(at)karl-marx-buchhandlung.de
oder über den örtlichen Buchhandel


Moritz Pinner (USA) an Adolf Pinner (Berlin)
Briefe eines jüdischen Deutsch-Amerikaners an seinen Bruder in Deutschland (1863–1919)

Von Karola Nick, Katherine Wolff, Michael Lenarz
Verlag BoD – Books on Demand, 2013, 196 Seiten
ISBN 978-3732237753
20,80 € (nur im Buchhandel erhältlich)




 

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and Library Department
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Fritz Backhaus
Deputy Director, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Learning
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