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The Jewish Museum of the city of Frankfurt and its branch Museum Judengasse at Börneplatz are representing the historical development as well as the social and religious life of the Jewish communities in Frankfurt between the 12th and the 20th century. The changing relationship of Jews in Germany with their social environment is described here exemplarily on a local background. Temporary exhibitions in both branches complement the permanent exhibitions.

 
 

News

Highlights

Auf der Flucht / Satourday-Programm
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Saturday, April 26th, 2014, 14:00

Für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren
Jüdisches Museum / Mit Kathrin Schön

Beim Pessach-Fest erinnern sich Juden an den Auszug aus Ägypten. Im Mittelpunkt stehen dabei viele verschiedene Speisen mit ganz besonderer Bedeutung. Bei unserem Quiz findest Du Hinweise, wo wir das letzte Stück "Chametz" versteckt haben und zur Belohnung bekommst Du ein Stück Mazze.


Current events

Jüdische Pflege in Frankfurt / Vortrag
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Thursday, May 08th, 2014, 18:00

100 Jahre Jüdisches Kranken- und Schwestern-Haus
Eine Veranstaltung der Fachhochschule Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde, dem Jüdischen Museum sowie dem Institut für Stadtgeschichte.
Jüdische Gemeinde Frankfurt, Westendstr. 43, 5. Etage
[ Programm ]

Seit den 1870er Jahren konnten die beiden Frankfurter jüdischen Gemeinden – die größere liberale Israelitische Gemeinde und die kleinere orthodoxe Israelitische Religionsgesellschaft – ein modernes Medizin- und Pflegesystem aufbauen. Die Einrichtungen waren in die lokale Gesundheitsversorgung integriert und prägten das sozialhistorische Profil der Stadt Frankfurt mit.

Die Veranstaltung erinnert an zwei besonders beeindruckende Institutionen der jüdischen medizinisch-pflegerischen Versorgung: Vor 100 Jahren bezogen sie repräsentative Neubauten: das Jüdische Schwesternhaus (60 Plätze) in der Bornheimer Landwehr und das Jüdische Krankenhaus in der Gagernstraße (200 Betten). Die seinerzeit hochmoderne Klinik, in der auch viele nichtjüdische Erkrankte Heilung suchten und fanden, bestand bis zur NS-Zwangsräumung 1942.

Am Vorabend des 100jährigen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg gilt es auch in Erinnerung zu rufen, dass beide neuen Gebäude sofort nach Kriegsbeginn dem Lazarettdienst zur Verfügung gestellt wurden, um verwundete Soldaten aller Konfessionen zu betreuen.


Current exhibitions

Fritz Bauer - Der Staatsanwalt
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10. April – 07. September 2014
Jüdisches Museum

Fritz Bauer 1965, © fotografie stefan moses, München

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.

Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen. Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde, vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Eine Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und dem Thüringer Justizministerium

Gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die FAZIT-STIFTUNG sowie Christiane und Nicolaus Weickert



Passion. Die Sammlung Martha und Robert von Hirsch
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27. Februar - 18. Mai 2014
Museum Judengasse

Lucas Cranach d.Ä., „Das Urteil des Paris“ (Ausschnitt), 1528, Glasplattennegativ

Eine Projektion von Agnes Stockmann und Jon Pahlow

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann der Lederfabrikant Robert von Hirsch in Frankfurt mittelalterliche Gemälde, Buchmalereien, Skulpturen und Werke der klassischen Moderne zu sammeln. 1933 emigrierte er nach Basel. Seine Kunstsammlung konnte er nur unter der Bedingung mitnehmen, dass er Hermann Göring das Gemälde „Urteil des Paris“ von Lucas Cranach überließ. In der Schweiz erweiterte er mit seiner Frau Martha die herausragende Kollektion. Die Versteigerung der Sammlung nach dem Tod Robert von Hirschs 1978 fand internationale Beachtung, die Kunstwerke wurden weltweit zerstreut.

Auf der Grundlage von Glasplattennegativen zeigen die Frankfurter Künstler Agnes Stockmann und Jon Pahlow Projektionen dieser Sammlung. Als schwarzweiße Umkehrbilder wirken die Werke von Raphael, Rubens, Degas, Matisse und Rodin fremd und doch höchst eindrucksvoll.



„Entre chien et loup“. Der Grafiker Leo Maillet (1902–1990)
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3. Februar – 25. Mai 2014
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Leo Maillet (Leopold Mayer), „Le Graveur“ (Selbstporträt), 1944

Leo Maillet, eigentlich Leopold Mayer, auch Théophile Maillet, war Schüler Max Beckmanns an der Städelschule. 1933 wurden seine Arbeiten durch die Nationalsozialisten vernichtet, ein Jahr später musste er sein Atelier aufgeben. Er emigrierte mit seiner Frau nach Paris. 1940 wurde das Ehepaar verhaftet und interniert. Für kurze Zeit wieder frei, ließen sie sich in Südfrankreich nieder. Dort wurden sie 1942 an deutsche Truppen ausgeliefert.
Bei der Deportation von Rivesaltes gelang Mayer die Flucht. In seinem Versteck in den Cevennen entstand eine Reihe von Zeichnungen und Aquarellen. Als Farben verwendete er u.a. Kaffeesatz, Wein und sogar Blut. Erst nach seiner Flucht in die Schweiz nahm er den Namen Leo Maillet an. Zwanzig Jahre später wählte er aus den geretteten Zeichnungen zwölf Blätter aus und setzte sie in Radierungen um. Die Mappe „Entre Chien et Loup“ (erschienen 1971) verarbeitet die Erfahrungen der Verfolgung. Sie bildet das Zentrum der Ausstellung.



Coming exhibitions

Vom Rothschildpalais zum Jüdischen Museum
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28. Mai – 24. August  2014
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums

Wohnung der Familie StiebelDie Museumsanschrift Untermainkai 14-15 verweist darauf, dass es sich ursprünglich um zwei getrennte Häuser handelte.Das Haus mit der Nummer 14 gehörte Simon Moritz von Bethmann und war mit exklusiven Mietwohnungen ausgestattet. Später verkaufte er es an die Familie des bekannten Mediziners Friedrich Stiebel. Das Haus Untermainkai 15 wurde als Privathaus für die Bankiersfamilie Joseph Isaak Speyer gebaut. 1846 erwarb Freiherr Mayer Carl von Rothschild dieses imposante Stadthaus und stattete es als repräsentatives Palais mit prächtigen Innenräumen aus.

Rothschild’sche BibliothekSeine Tochter Hannah-Louise gründete die Freiherrlich Carl von Rothschild’sche öffentliche Bibliothek. Damit diese 1895 in das Palais umziehen konnte, erfolgte ein weiterer Umbau der Innenräume. 1905 erwarbdie Familie Rothschild auch Nr. 14 und vereinte die beiden Nachbarhäuser. 1928 wurde die Bibliothek städtisch und überdauerte so mitsamt dem Gebäude das Regime der Nationalsozialisten.

Dauerausstellung im Jüdischen MuseumNach Kriegsende diente das Palais kurzzeitig als Sammelstelle für geraubte Bücher und Manuskripte. Es folgten Nutzungen durch die Stadt- und Universitätsbibliothek, das Historische Museum und als Puppentheater. 1988 wurde hier das erste größere jüdische Museum der Bundesrepublik eröffnet. In ihm sehen und erfahren Besucher jüdische Geschichte und jüdisches Alltagsleben in Frankfurt vom 12. bis ins 21. Jahrhundert. Ein Erweiterungsbau fügt in Kürze der bewegten Geschichte des Rothschildpalais ein neues Kapitel hinzu.

Die Kabinettausstellung bildet die erste Station im Rundgang Park in Progress. Stadtlabor unterwegs in den Wallanlagen. Im Rahmen dieses Rundganges machen Bürger für Bürger in diesem Sommer die Wallanlagen als Park mit Geschichte und Gegenwart erfahrbar. „Stadtlabor unterwegs“ ist eine Ausstellungsreihe des historischen museums frankfurt.



Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel
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27. April –  30. November 2014
Sonntags 11–14 Uhr
Hochbunker Friedberger Anlage 5/6

Diese ursprünglich im Jüdischen Museum gezeigte Ausstellung ist in einer verkleinerten Version im Geschichtsbüro Friedberger Anlage im Hochbunker zu sehen. Der 1942 errichtete Bunker steht auf den Fundamenten der größten Frankfurter Synagoge, die am 10. November 1938 zerstört und später abgerissen wurde. Die "Initiative 9. November" bemüht sich seit langem, diesen Ort zu einem Ort der Erinnerung, des Lernens und der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart zu machen.

Führungen
Sonntags 11.30 Uhr
Gruppen, insbesondere Schulklassen, können gern auch spezielle Termine vereinbaren: Jüdisches Museum +49 (0)69 21 27 42 37

Eintrittspreise
Eintritt: 2 Euro
Führung: 2 Euro zusätzlich

Anfahrt
S-Bahn Station Ostend, U-Bahn Station Zoo, Straßenbahnlinie 11 & 14 Allerheiligentor

Da es im Bunker auch an Sommertagen sehr kühl ist, wird entsprechende Kleidung empfohlen.


Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstand zwischen Anlagenring und Tiergarten, Sandweg und Hanauer Landstraße ein neues Stadtviertel mit Wohnungen in Mietshäusern mit Höfen und Gärten. Unter den vielen Frankfurtern, die die Altstadt zugunsten dieses großzügigeren Wohnens verließen, befanden sich zahlreiche Juden. Um 1895 hatte das Ostend mit knapp 45 Prozent den höchsten Anteil an jüdischer Bevölkerung in der Stadt. Infolge des stetigen Zuzugs weiterer Familien auch von außerhalb kam es dazu, dass in bestimmten Straßen und Häusern überwiegend Juden lebten.

Rund um Sandweg und Ostend entstanden Geschäfte zur Versorgung des täglichen Bedarfs und Orte des kulturellen Lebens. Zahlreiche Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde fanden im Ostend neue, größere Gebäude. Die Synagoge an der Friedberger Anlage, die Schulen und Ausbildungsstellen der Israelitischen Religionsgesellschaft wurden zu Zentren des orthodoxen jüdischen Lebens.

Am höher gelegenen, klimatisch hervorragenden Röderbergweg erbauten wohltätige Stiftungen reicher Frankfurter Familien um die Jahrhundertwende Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser. Auch der größte Teil dieser Institutionen orientierte sich bei der Pflege und Versorgung an den Geboten des orthodoxen Judentums.

Nach 1933 zerstörte der Nationalsozialismus die Strukturen jüdischen Lebens im Ostend so schnell und tiefgreifend wie in anderen Teilen der Stadt. Die Lebensbedingungen verschlechterten sich nach dem November 1938 zusätzlich durch den erzwungenen Zuzug von Juden aus den übrigen Stadtteilen und dem Umland. Viele überlebten nur noch mit Hilfe der Wohlfahrtseinrichtungen. Ab 1941 diente die Großmarkthalle als Sammelstelle und Ausgangspunkt für die Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager.

Die Jüdische Gemeinde, die sich nach Kriegsende konstituierte, erhielt im Ostend Liegenschaften im Baumweg, auf dem Röderbergweg und das Krankenhaus in der Gagernstraße zurück. Die Häuser dienten zunächst als Unterkünfte für die Durchreisenden, am Baumweg wurde ein Gemeindehaus mit Synagoge eingerichtet. Während der Schwerpunkt des Gemeindelebens sich seit den sechziger Jahren zunehmend in den Westen der Stadt verschob, leben heute – wie schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts – viele Neueinwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten im Ostend.

Die Ausstellung lädt zu einem Spaziergang durch einen weitgehend unbekannten, aber authentischen Teil der jüdischen Geschichte Frankfurts ein. Er führt durch die Straßen des Ostends, wo der Alltag der Menschen von Religion und Tradition bestimmt war und gleichzeitig den schnellen Veränderungen der Urbanisierung und Industrialisierung unterlag. Zahlreiche Fotografien und Dokumente, aber auch die Erinnerungen ehemaliger Bewohner des Ostends gewähren Einblick in ein jüdisches Viertel Frankfurts, dessen Lebenswelt heute nicht mehr existiert.

Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04, 21 23 88 05
Fax: +49 (0)69 21 23 07 05
info(at)juedischesmuseum.de
und
Initiative 9. November
Telefon: +49 (0)177  7 12 04 12
www.synagoge-friedberger-anlage.de

Ort der Ausstellung
Geschichtsbüro Friedberger Anlage / Hochbunker
Friedberger Anlage 5/6
S-Bahn-Station: Ostendstraße
U-Bahn-Station Zoo
Straßenbahn-Haltestelle: Allerheiligentor

Öffnungszeiten
Sonntags 11–14 Uhr

Führungen
Sonntags 11.30 Uhr
sowie nach Vereinbarung mit dem Jüdischen Museum,
Telefon: +49 (0)69 21 23 88 04

Eintritt
2 Euro, ermäßigt 1 Euro
Führung zusätzlich 1,50 Euro pro Person

Begleitbuch zur Ausstellung mit zahlreichen Abbildungen zum Preis von 12,50 Euro im Jüdischen Museum, im Bunker und über den Buchhandel


New publications

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt.
Hrsg: Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross
Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2014, 300 Seiten, zahlreiche Abbildungen

29,90 €


Moritz Pinner (USA) an Adolf Pinner (Berlin)
Briefe eines jüdischen Deutsch-Amerikaners an seinen Bruder in Deutschland (1863–1919)

Von Karola Nick, Katherine Wolff, Michael Lenarz
Verlag BoD – Books on Demand, 2013, 196 Seiten
ISBN 978-3732237753
20,80 € (nur im Buchhandel erhältlich)




 

Contact

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Phone: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
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Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 
60311 Frankfurt am Main
Phone: +49 (0)69 212 70 790
Fax: +49 (0)69 212 30 705

Management

Prof. Dr. Raphael Gross
Director of the Jüdisches Museum and
Secretary of the Commission for the
Research into Frankfurt's Jewish History
Phone: +49 (0)69 212 38805

Michael Lenarz
Deputy Director, Archives
and Library Department
Phone: +49 (0)69 212 38546

Fritz Backhaus
Deputy Director, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Learning
Phone: +49 (0)69 212 38804

Daniela Unger
Director's Office / Public Relations
Phone: +49 (0)69 212 38805

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