Glaubst Du schon, oder konvertierst Du noch? / Podiumsdiskussion
Mittwoch, 05. Juni 2013, 19:00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Ljudmila und Dr. Dmitrij Belkin, Selçuk Doruer, Ilona Klemens, Chaim Soussan und Doron Kiesel
Begleitprogramm zur Ausstellung Treten Sie ein! Treten Sie aus!
Museum Judengasse
Simeon Gigov: Edith Stein, Öl auf Leinwand; Karmelitenkonvent Wien
Allgemein gesehen bedeutet Konversion aus religiöser Sicht – unabhängig von den einzelnen Konfessionen –, neue Grundsätze und Traditionen zu übernehmen.
Was jedoch den Übertritt in eine bestimmte Religion anbelangt, unterscheiden sich Judentum, Christentum und Islam voneinander. Hinzu kommt die unter Umständen schwere emotionale Last, die dem Einzelnen diesen Weg erschwert.
Die Kunsthistorikerin Ljudmila Belkin, der Historiker Dmitrij Belin, der Theologe Selçuk Doruer, die Pfarrerin Ilona Klemens und der Rabbiner Chaim Soussan diskutieren die religionsspezifische und emotionale Vielschichtigkeit dieses Prozesses.
Moderiert wird die Veranstaltung von dem Sozialwissenschaftler Doron Kiesel.
Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad / Film
Sonntag, 16. Juni 2013, 18:00 Uhr
Filmvorführung mit thematischer Einführung und Diskussion
Begleitprogramm zur Ausstellung Treten Sie ein! Treten Sie aus!
E-Kinos an der Hauptwache
Der Weg nach Mekka
Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad
Österreich 2008, 92 Min., Regie: Georg Misch
Der Jude Leopold Weiss konvertierte in den 1920er Jahren zum Islam und wurde als Muhammad Asad – unter anderem als Mitbegründer Pakistans und UN-Botschafter – einer der bedeutendsten Muslime des 20. Jahrhunderts. Die Dokumentation folgt den Lebensstationen des intellektuellen Abenteurers, Politikers und Bestsellerautors, der mit seinem Werk das Verständnis zwischen Ost und West fördern wollte. Anhand von Asads Leben wird aber vor allem das gegenwärtige Verhältnis zwischen der islamischen Welt und dem Westen ergründet – ein unbequemer Film also, der sich einlässt auf eine zunehmend dringlichere Debatte.
Kartenpreis: 6 EUR (Studenten 5,50 EUR)
Kartenreservierung telefonisch unter 069-285 205, online unter www.ekinos-frankfurt.de
Kooperation mit den E-Kinos an der Hauptwache
Übertritt als Integrationsleistung? Leitkultur- und Konversionsdebatten im Deutschen Kaiserreich / Vortrag
Mittwoch, 26. Juni 2013, 19:00 Uhr
Vortrag mit Christian Wiese
Begleitprogramm zur Ausstellung Treten Sie ein! Treten Sie aus!
Museum Judengasse
Die Debatten über „Judentaufen“ und die Konversion zum liberalen Protestantismus im Deutschen Kaiserreich spielten sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der jüdischen Gemeinschaft ab. Es gab innerjüdische Stimmen, die, konform mit ihren protestantischen Nachbarn, eine Taufe für notwendig erachteten. Im Gegensatz dazu standen jedoch diejenigen jüdischen Intellektuellen, die sich dezidiert gegen die Entfremdung und Abkehr von der eigenen jüdischen Tradition wandten. Auch die Frage nach der Motivation für den Übertritt in den liberalen Protestantismus wurde im Rahmen dieser Debatten wiederholt diskutiert.
Christian Wiese zeichnet diesen vielschichtigen Diskurs innerhalb der jüdisch-protestantischen Leitkultur des Deutschen Kaiserreichs nach.
Heinrich Heine und die deutsche Romantik / Theater
Freitag, 16. August 2013, 19:30 Uhr
Inszenierung des Frankfurter Theaters Willy Praml
Begleitprogramm zur Ausstellung Treten Sie ein! Treten Sie aus!
Museum Judengasse
Porträt Heinrich Heines, 1854, Radierung nach Franz Theodor Kugler, Jüdisches Museum Frankfurt, Schenkung Marcel Reich-Ranicki
Heinrich Heine, der selbsternannte „letzte Romantiker“, der sich biografisch bedingt mit dem Thema „Konversion“ konfrontierte, behandelte in seinen Werken wiederholt Aspekte des Judentums vor dem Hintergrund einer vielschichtigen nationalen und regionalen Geschichte.
In der Inszenierung des Frankfurter Theaters Willy Praml wird das Romanfragment „Der Rabbi von Bacharach“, in Anspielung auf ein historisches Pogrom, das von dort seinen Ausgang nahm, gemeinsam mit weiteren Texten Heines und anderer Zeitgenossen in Form eines theatralen Parcours wesentliche Aspekte der Romantik und ihrer Bedeutung auch für die Gegenwart beleuchten. Als Kulisse dient die ehemalige Frankfurter Judengasse, die aus dem heutigen Stadtbild verschwunden ist.
Eintritt: 22 EUR / 16 EUR ermäßigt / 10 EUR Schüler und Studenten / 7 EUR Frankfurt-Pass
Weitere Termine unter: www.theater-willypraml.de
Eine Kooperation mit dem Theater Willy Praml
Der Börsenkrach von 1873 und das Wachsen des Antisemitismus / Vortrag
Montag, 19. August 2013, 19:00 Uhr
Vortrag mit Prof. Dr. Jonathan Steinberg
Begleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Ort: Deutsche Bank, Taunusanlage 12
Unentbehrlich und Verachtet. Jüdische Geldleihe im Mittelalter / Vortrag
Mittwoch, 21. August 2013, 19:00 Uhr
Vortrag von Martha Keil
Beigleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Jüdisches Museum
Ohne Zweifel wird die berufliche Tätigkeit von Juden im Mittelalter in erster Linie mit der Geldleihe in Verbindung gebracht, und diese Assoziation besteht zu Recht. Die große Mehrheit der jüdischen Bevölkerung erwarb ihren Lebensunterhalt durch Geldgeschäfte.
Ob diese Berufswahl freiwillig erfolgte, welche rechtlichen Grundlagen und sozialen Auswirkungen sie hatte und wie sie sich im Alltagsleben niederschlug, wird Thema dieses Vortrags sein.
Juden, Christen, Atheisten. Bankiers in Frankfurt am Main / Vortrag
Mittwoch, 28. August 2013, 19:00 Uhr
Vortrag von Michael Jurk
Beigleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Jüdisches Museum
Heinrich Michaelis, Börsenbild, Frankfurt am Main 1882, Historisches Museum Frankfurt am Main
Die überragende Stellung Frankfurts als europäischer Finanzplatz, die das Bankhaus der Gebrüder Bethmann im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts begründete und die durch die internationalen Aktivitäten des Hauses Rothschild im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erlebte, basiert im Wesentlichen auf zwei Faktoren: einerseits auf der bis ins Mittelalter zurückreichenden Handelstradition des Messeplatzes, andererseits auf dem Einfluss zugewanderter ethnischer und religiöser Minoritäten, die seit der frühen Neuzeit das wirtschaftliche, aber auch das soziale und kulturelle Leben der freien Reichsstadt in entscheidendem Maße prägten.
Wie wirtschaftsfreundlich sind Thora und Talmud? Rabbinische Diskussionen über Geld, Kredit und Gewinn im Judentum / Vortrag
Mittwoch, 11. September 2013, 19:00 Uhr
Vortrag von Dr. Elisa Klapheck
Begleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Jüdisches Museum
Werner Sombart, Eduard Fuchs und "Die Juden in der Karikatur" / Vortrag
Mittwoch, 25. September 2013, 19:00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik
Begleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Jüdisches Museum
"Von der Vorstellung ins Theater" / Finissage der Ausstellung
Sonntag, 06. Oktober 2013, 18:00 Uhr
Gespräch mit Oliver Reese, Zeno Ackermann, Anat Feinberg und Bernhard Greiner
Begleitprogramm zur Ausstellung Juden. Geld. Eine Vorstellung Ort: Panoramabar im Schauspiel Frankfurt
Diskussion über die Bühnenfiguren Shylock und Nathan. Dazu wird Ausschnitt aus der Dokumentation "Fritz Kortner spricht Monologe für eine Schallplatte" (Regie: Hans Jürgen Syberberg, 1966) gezeigt.
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* Jüdische Feiertage
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Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
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Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte
der Frankfurter Juden
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Judengasse / Börnegalerie,
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Letzte Änderung: 30. April 2012
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